Was ich noch sagen wollte …

Post vom LKA

4. März 2010 · 2 Kommentare

Heute kam ein dicker DIN A4 Brief vom Landeskriminalamt. Jetzt haben sie mich doch als Terroristen enttarnt, war mein erster Gedanke, den ich aber gleich wieder verwarf. Denn ich glaube nicht, dass sie Terroristen erst einen Brief schreiben, bevor das SEK die Wohnung stürmt. (Aber wer weiß, schließlich lebe ich in Deutschland …) Geöffnet entpuppte sich der Brief als Umfrage. Das LKA möchte wissen wie sicher ich mich in meinem Stadtteil fühle? Zu diesem Zwecke soll ich einen gefühlte hundert Seiten starken Fragebogen ausfüllen.
Ob ich mich im Dunklen fürchte, wollen sie wissen, und ob ich schon Opfer einer Straftat war. Wie zufrieden ich mit der Polizei bin, interessiert das LKA auch. Aber warum? Fürchten sie um ihren Etat, und müssen ihre Wichtigkeit belegen? Ich weiß es nicht. Und ob ich den Krempel ausfüllen und zurückschicken werde, weiß ich auch noch nicht. "Das Ausfüllen des Bogens ist freiwillig und anonym", steht drunter. Gut zu wissen! ;-)

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Geschmacksveränderungen

1. März 2010 · 6 Kommentare

Seit einigen Wochen stelle ich fest, dass den Meisen offenbar die Meisenknödel nicht mehr schmecken. Überall in der Nachbarschaft und auch bei uns bleiben die Knödel unberührt. Stattdessen haben die nervösen kleinen Vögel offenbar ihre Vorliebe für Nüsse aller Art entdeckt. Aus unserem Mischfutter suchen sie sich gezielt die Erdnüsse heraus. Hirse, Sonnenblumenkern und Co. bleiben liegen. Vermutlich wollen sie als nächstes Snickers, Corny oder Mr.Tom

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Langweilig

28. Februar 2010 · 4 Kommentare

Der Sonntag ist trüb und regnerisch, der Kirchenbesuch war auch nicht erbaulich und ich habe keine Lust irgendetwas anzufangen. Allein dass unsere Nachbarn heute zu Abendessen kommen, hält mich aufrecht. Es wird Wildschwein geben – "aus biologischem Anbau" versteht sich, denn unsere Nachbarn sind große Bio-Konsumenten. Wir sind für die Beilagen verantwortlich. Allerdings wissen wir noch nicht, was wir machen wollen. Kartoffeln klar, Pilze genauer Champignons gebraten, (Bio)Rosenkohl vielleicht oder (Bio)Rotkohl oder beides, auf jeden Fall wird es noch ein Karoffel-Tomaten-Gratin geben. Der Wein steht auch fest, Marquis De Chasse, ein roter Bordeaux von 2004. Der hohe Merlot-Anteil gibt ihm einen kräftigen Geschmack, wie man ihn zu so deftigem Essen braucht. Ich beginne bereits die Tastatur zu besabbern vor lauter Vorfreude …

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Jetzt auch Facebook

27. Februar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Vernetzung wird immer besser. Neuestes "Feature" bei WordPress:
auf Facebook publizieren.
Find ich gut, ein einziger Artikel müllt automatisch das gesamte Netz zu. Vielleicht kann man auch lustige Schleifen produzieren? Es wundere sich niemand, wenn der Datenverkehr im Internet bald zusammenbricht.
Das dann war ich … ;-)

Mal sehen, was passiert, wenn man den Artikel aktualisiert. – Leider gar nichts.

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Der eigene Server

26. Februar 2010 · 5 Kommentare

Noch immer bin ich mit meiner Entscheidung nicht weitergekommen: Soll ich meinen Webserver wieder selbst betreiben oder soll ich die vielen kostenlosen Angebote nutzen? Was mir bei diesem Account hier missfällt, ist dass ich so wenig Einfluss auf die Gestaltung habe. Es gibt keine PlugIns, ich kann nicht im Code rumpfuschen und die Statistik ist lang nicht so schön wie meine eigene. Aber will ich das überhaupt? Worum geht es mir beim Bloggen? Kümmert das Design eines Blogs überhaupt jemanden? Oder ist es nur Spielwiese des Blogbesitzers? Will ich denn spielen? Reicht es nicht meine Traktate über Facebook oder Twitter zu verbreiten? Meine Fotos sehen auf Posterous auch nicht viel übler aus als auf dem vom mir aufwändig "gestylten" Blog. Also warum nicht "quick ‘n’ dirty"? Ich weiss es wirklich nicht. Überhaupt habe ich gerade mal wieder das Gefühl mich im Web2.0 zu verlaufen.

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Margot Käßmann

23. Februar 2010 · 9 Kommentare

die Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover und EKD Vorsitzende glänzt ja schon im allgemeinen nicht mit besonderer Vorbildhaftigkeit, so ließ sie sich als erste Bishöfin nach langjähriger Ehe von Ihrem Ehemann scheiden, predigt die Ökumene und tut gleichzeitig alles dafür, dass diese nicht Realität wird, gibt unqualifizierte Kommentare zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan von sich und ist jetzt auch noch von der Polizei erwischt worden, als sie schwer angetrunken über eine rote Ampel fuhr.
Natürlich gibt sich die Dame zerknirscht, und ist entsetzt über den schlimmen Fehler, den sie begangen hat. Und ebenso natürlich will sie die rechtlichen Konsequenzen tragen; wie nett von ihr. Interessant an der Geschichte ist, dass sich die gesamte EKD schon mal vorsorglich hinter ihre Vorsitzende stellt, betont wie sehr die arme Vorsitzende doch unter Streß stehe, und dass man die menschliche Seite berücksichtigen solle. Und obwohl noch niemand Frau Käßmanns Rücktritt gefordert hat, beeilt sich die EKD zu erklären, dass der Vorfall kein Rücktrittsgrund sei. Wäre Frau Käßmann Berufskraftfahrerin, die in ihrer Freizeit alkoholisiert am Steuer gesessen hätte, hätte die menschliche Seite vermutlich niemanden interessiert – Führerschein weg, Job weg. Geschichten wie diese zeigen mir doch immer wieder, wie gerechtfertigt meine Skepsis gegenüber Kirchen jeglicher Couleur ist. In Punkto Scheinheiligkeit nehmen sie sich alle nichts.

Quelle: Spiegel online

Nachtrag – 24.02.10
Oha, jetzt bekomme ich es mit Frau Käßmanns Legionen zu tun! Dutzende Kommentare mit zum Teil wüsten Beschimpfungen sind über Nacht angekommen. Da die meisten ohnehin mit einer nicht gültigen eMail-Adresse versehen oder einfach nicht veröffentlichsungsfähig sind, mache ich von meinem digitalen Hausrecht Gebraucht und lösche den Krempel.

Nachtrag II
Auch schön der Artikel im Focus, der speziell auf den Verlust der Glaubwürdigkeit der Bischöfin abhebt, und enttäuschte Gläube zitiert. In den Kommentaren haben allerdings ihre treuen Gefolgsleute die Oberhand. Frau Käßmann sei unersetzlich, man möge ihr verzeihen. – Wer ohne Schuld sei, werfe den ersten Stein. – Die Bischöfin werde von den Medien niedergemacht – und so weiter und so fort …

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Sexueller Missbrauch in Jesuiten-Einrichtungen

19. Februar 2010 · 4 Kommentare

In den letzten Wochen und Tagen konnte man in allen Medien viel über sexuellen Missbrauch in Jesuiten-Schulen und Internaten lesen; vorallem, dass sich immer mehr Opfer melden. Über 100 sollen es schon sein. Ich bin selbst Schüler einer Jesuiten-Schule gewesen, und kann das beschriebene Verhalten der Pater oder gar das von einem Opfer beschriebene pädophile Klima dort nicht einmal ansatzweise bestätigen. Nicht dass ich missverstanden werde, ich glaube durchaus, dass es Übergriffe von Jesuiten auf Schüler gegeben hat, aber das Ausmaß kann ich nicht glauben. Vieles wird deutlicher, wenn man sich anhört, was die Schüler erlebt haben. Da wird von Fotos beim Duschen berichtet, oder davon dass ein Pater sich in den Umkleideräumen aufhielt, und die Jungen beoachtet hat. Solche Begebenheiten sind bestenfalls eine Verletzung der Privatssphäre, aber doch kein sexueller Mißbrauch. Von keinem ehemaligen Schüler, der mit seinen Erlebnissen an die Öffentlichkeit gegangen ist, habe ich bisher gehört, dass sie unsittlich berührt oder gar vergewaltigt worden sind, oder zu sexuellen Handlungen gezwungen wurden. Dazu passt auch das Interview in der Zeit (DIE ZEIT Nr.8 Seite 67 “Wir fühlen uns bedrängt”) mit Schülern des Aloisiuskollegs in Bad Godesberg:
Zeit: Wann kann man denn eurer Meinung nach von sexuellen Übergriffen sprechen?
Darius: Sobald die Grenze zur eigenen Privatssphäre überschritten wird. Schon wenn man denkt, der guckt mich jetzt aber komisch an, oder wenn man fotografiert wird, ohne gefragt zu werden.

Ich will nicht bestreiten, dass es sexuellen Missbrauch gab, aber hier, finde ich, wird ein unangemessen weiter Begriff des sexuellen Missbrauchs benutzt. Und wenn solche Ansichten die Grundlage der Meldungen sind, dann will ich wohl glauben, dass es weit über 100 Opfer gibt.
Meine Lehrer waren überaus korrekte Menschen, geduldige hoch qualifizierte Pädagogen, denen ich eine hervorragende Schulbildung verdanke. Und nicht ein einziges Mal hatte ich das Gefühl, dass “der mich jetzt aber komisch anguckt”.

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noch immer nicht gesund

16. Februar 2010 · 3 Kommentare

Langsam wird die Erkenntnis unausweichlich, ich bin alt. Vor nicht langer Zeit lief eine Infektionskrankheit bei mir so ab: zwei Tage war ich richtig krank mit Fieber über +40°C, und mein tobendes Immunsystem musste mit Antihistaminika beruhigt werden. Danach war ich schlagartig wieder gesund. Diesmal bin ich seit über einer Woche krank. Das Fieber steigt selten über +38,5°C, und die Bakterien machen es sich bei mir gemütlich, wie mir die Farbe des Schleims verrät. Besserung tritt nur zögerlich ein, und beim Husten habe ich das Gefühl, dass die halbe Lunge mit herauskommen will. Das ist alles sehr unerfreulich. Wenn es bis Montag nicht wieder gut ist, greife ich doch noch zu Antibiotika!

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Verlage müssen noch viel lernen

9. Februar 2010 · 14 Kommentare

Eben wollte ich mein erstes eBook via Textunes auf meinen iPod laden. Meine Wahl fiel auf Toskana für Arme von Uli T. Swidler. 17,99€ sollte es kosten, was mich doch erstaunte. Also schaue ich mal bei Amazon nach, und siehe da, das gebundene Buch kostet 17,90€!
Liebe Rowohlt-digitalbuch-Leute, glaubt ihr wirklich, dass die Leser lieber von einem Minidisplay ablesen als von bedruckten Papierseiten? So hip ist der iPod / das iPhone dann auch wieder nicht. Und nur mal so zur Orientierung: 5€ wäre das Äußerste, was ich für ein Digitalbuch auszugeben bereit wäre. Das müsste dann aber auch schon ein richtig dicker Schinken sein. Für Digitalbücher halte ich 1/10 des Buchpreises für angemessen, schließlich kostet die Herstellung und der Vertrieb so gut wie nichts. Übrigens hat es mich keine fünf Minuten gekostet, das Buch als, zugegebenermaßen illegalen, kostenlosen Download ohne DRM-Beschränkung zu finden. Hab ich natürlich nicht heruntergeladen, und den URL werde ich auch nicht preisgeben, aber das sollte euch Digitalbuch-Leuten doch zu denken geben, oder nicht?

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Hilfe für Afghanistan

4. Februar 2010 · 7 Kommentare

zweifelsohne bin ich ein Genie ;-) , und vielen meiner wirren Gedankengängen kann kaum einer folgen. Aber manchmal habe ich Ideen, die sind von so erdrückender Einfachheit, dass ich mich frage, warum die Entscheidungsträger in der Politik nicht darauf kommen.
Beispiel Afghanistan: Eines der Hauptexportgüter des Landes ist Rohopium. Der Mohnanbau hat dort eine jahrhundertelange Tradition und nährt einen Großteil der Bevölkerung. Warum kaufen die westlichen Staaten die Mohnernte bzw. das daraus produzierte Rohopium nicht auf? Das hätte gleich mehrere Vorteile:

  • Die Bauern müssten nicht kurzfristig von neuen Produkten überzeugt werden. Sie könnten zunächst in ihrer Tradition bleiben.
  • Das Opium wäre dem Weltdrogenhandel entzogen. Afghanistan liefert geschätzte 90% des weltweit zu Heroin verarbeiteten Rohopiums.
  • Und schließlich verlören dadurch die Taliban ihre Haupteinnahmequelle

Das sollte den westlichen Staaten doch wohl die eine oder andere Milliarde Dollar wert sein. Aber warum kommt niemand auf diese simple Idee? Historisch gibt es hunderte Belege dafür, dass man mit Handel wesentlich mehr erreicht als mit Krieg; siehe Japan: was die Soldaten mit ihren Kanonen nicht schafften, brachten die Handelsvertreter mit ihren Auftragsblöcken in wenigen Jahren fertig, sie eroberten die Welt. Für diese Erkenntnis braucht es keine Genies, sondern nur Menschen mit gesundem Verstand. Aber gerade daran scheint es in der Politik zu mangeln …

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