Zitat des Tages

Das Geheimnis meiner Ruhe und Beschaulichkeit ist, dass ich regelmäßig vergesse, was ich eigentlich dringend tun müsste.
Harald Havas (@derhavas) 17.05.13 auf Twitter

Es ist schon wieder passiert …

… hatte ich doch für den 666. Kommentar eine höllisch scharfe Chilischokolade ausgelobt; und nun bin ich es wieder selbst, der diesen Kommentar verfasst hat. Also werde ich die Schokolade wohl auch selbst essen müssen. Ein schweres Los, aber da muss ich jetzt durch. ;-)

von neuen Göttern

Das goldene Kalb war gestern, heute sind Marken die neuen "Götter". Wer es nicht glauben will, gehe einmal auf eine beliebige Fanseite z.B. bei Facebook und schreibe etwas gegen die Marke. Es kann ruhig der Wahrheit entsprechen. Sofort wird sich ein Heer treuer Jünger zu Wort melden und die Marke mit missionarischem Eifer verteidigen. Dabei ist es ganz egal ob sich die hinter der Marke stehenden Konzerne wie z.B. Apple, Nokia, Samsung, VW, Toyota, GM usw. benehmen wie die Axt im Walde. Es spielt keine Rolle ob der Konzern Kinder ausbeutet, Subventionsbetrug begeht, den Umweltschutz aus Geldgier vernachlässigt oder kleinstadtweise Arbeiter vor die Tür setzt, weil die Nettorendite nicht den Erwartungen der gierigen Aktionäre entspricht. Die Fans ficht das nicht an. Sie sind beseelt vom Gefühl zu einer Gemeinde zu gehören, auch wenn sich diese nur darin manifestiert das gleiche Smartphone zu besitzen, das gleiche Auto zu fahren oder das gleiche Computerspiel zu spielen.
Was läuft hier schief? Warum projizieren Menschen ihre Sehnsucht nach Gemeinschaft und Orientierung auf ein Telefon, einen Computer oder ein Auto?
Wie ich hier schon mehrfach erwähnte, bin ich kein Freund der Kirchen, aber wäre eine Kirche nicht genau der Ort, der diesen Menschen fehlt? Warum sind die Kirchen nicht mehr die erste Anlaufstelle, wenn es um Gemeinschaft und Orientierung geht? Noch dazu bieten einige Kirchen auch eine gehörige Portion Mystik, was viele Menschen durchaus schätzen. Was machen die Kirchen falsch? Es fehlt ja ganz offenkundig nicht an Menschen, die nach Gemeinschaft und Orientierung suchen, dennoch treten die Leute in Scharen aus den Kirchen aus. Da nützt auch kein noch so erfolgreicher Kirchentag. "So viel Du brauchst" war das Motto des vergangenen Kirchentags, aber anscheinend bekommen die Menschen in den Kirchen nicht mehr, was sie brauchen. Sicherlich treten die meisten aus der Kirche aus um die Kirchensteuer zu sparen, aber oft nicht, weil sie das Geld unbedingt anderweitig brauchen, sondern weil ihnen die Kirche das Geld nicht wert ist.
Die Kirchenoberen scheint das nicht weiter zu kümmern oder wenn doch, dann können sie es gut verbergen. Denn eine größere Diskussion darüber wie man die Gläubigen zurückgewinnen könnte, findet nicht statt. Insbesondere fragt niemand die Menschen, was sie denn bräuchten um die Kirchen wieder attraktiv zu finden.
Und so lang sich daran nichts ändert, werden sich die Leute neuen "Göttern" zuwenden, denn so ganz ohne einen Gott kann kaum jemand leben.

von Drosseln

Wie dreist die Drosselung der Datenübertragung durch die Telekom ist, stellt man fest, wenn man mal nachrechnet: mit einen VDSL50 Anschluss kann man das Monatspensum von 75GB in 4 1/4 Stunden durch die Leitung ziehen! Ein Monat zu 30 Tagen hat 720 Stunden; d.h. sie reduzieren die theoretisch mögliche Datenmenge, die man mit 50MBit/s laden könnte, um 99,41% !!!
Die absolute Datenmenge reduzieren sie von rund 13TB/Monat auf 1TB/Monat, also um 92,3%.
Ganz gleich ob man die 75GB pro Monat braucht oder nicht, eine Reduzierung von über 90% ist nicht hinnehmbar!

Ende der Flatrate?

Gemunkelt wurde ja schon lang und seit gestern ist es offiziell: die Telekom wird künftig nur noch DSL-Anschlüsse mit Volumenbegrenzung verkaufen. Von 70 GByte pro Monat ist die Rede, danach soll der Zugang auf eine für die beliebtesten Internetanwendungen unbrauchbare Geschwindigkeit reduziert werden. Warum? Die Telekom erzählt irgendetwas von Breitbandausbau und immer niedrigeren Preisen, wobei es mich wundert, dass bei der Telekom jemand die Worte Preis und niedrig in einen semantischen Zusammenhang bringen kann. Tatsächlich ist auf dem deutschen Markt kein Anbieter teurer als die Deutsche Telekom und an echte Preissenkungen kann ich mich gar nicht erinnern. Was mir aber in Erinnerung ist, sind Verträge, die seitens der Telekom gekündigt wurden, um den Kunden die neuen ungünstigeren Verträge als den Stein der Weisen zu verkaufen.
Nun mag mancher denken: 70 Gigabyte ist doch eine enorme Menge, die verbrauche ich nie. Bedenkt man aber, dass ein Spielfilm in HD schon an die 4GB groß ist, relativieren sich die 70GB. Und genau hier, bei Filmen, liegt meine Hoffnung, dass die Telekom ihren Plan nicht wird durchsetzen können. Die IP-Telefonie-, Musik-, Video- und IP-Fernsehangebote der Telekom sollen nämlich von der Volumenbeschränkung ausgenommen sein. Das werden die Mitbewerber hoffentlich als Missbrauch der Marktmacht der Telekom anklagen. In Brüssel ist man sehr auf den freien Wettbewerb bedacht und dessen Verzerrung durch einzelne Großkonzerne mag man dort gar nicht – normalerweise. Es könnte natürlich sein, dass die Deutsche Telekom dort bereits entsprechende "Lobbyarbeit" geleistet hat und mit ihren Plänen durchkommen wird, aber hoffen kann man ja mal.
Persönlich bin ich, wie ich gestehen muss, sehr von diesem Schritt der Telekom überrascht worden. Ich hatte erwartet, dass die Volumenbegrenzung im Mobilfunk irgendwann fallen wird. Dass diese stattdessen im Festnetz wieder eingeführt werden wird, damit hatte ich nicht gerechnet. Dummerweise wird es nichts nützen, der Telekom den Rücken zu kehren, denn wenn der Branchenprimus mit seinen Plänen durchkommen sollte, werden alle anderen dem Beispiel folgen.
Gelegentlich hört man von "Powerusern", die an allem schuld seien, weil sie terabyteweise Filme und Spiele aus dem Internet herunterladen. Das ist natürlich Unsinn. Es geht wie immer nur ums Geld, denn selbstverständlich kann der Kunde, der mit 70GB nicht auskommt, Volumen nachkaufen.

Mal wieder ein Foto

Foto: Holger Ehrlich

Der Sohn auf Hallig Hooge

schön, aber sinnlos

Unter dem zahlreichen Zubehör, das Apple™ zu meinem iMac anbietet, befindet sich auch eine sehr schöne Infrarot-Fernbedienung. Die Fernbedienung ist komplett aus Aluminium und, wie gesagt, sehr schön. Allein mein iMac hat keinen Infrarotempfänger! Der wurde wie das DVD-Laufwerk auch eingespart.
Einen Hinweis darauf findet man erst ganz unten in der Beschreibung der Fernbedienung.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

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