In Griechenland ist das Chaos perfekt. Die Wahlen haben zum befürchteten Ergebnis geführt. Und vielleicht gelingt es den Spargegnern sogar eine Regierung zu bilden.
Natürlich ist es der falsche Weg ein Land kaputt zu sparen und ebenso natürlich braucht Griechenland ein Wiederaufbauprogramm. Aber Wirtschaftsförderung braucht Investitionen. Und genau hier liegt das Problem. Der griechische Staat kann nicht investieren, denn er ist faktisch pleite und kann kaum noch die Zinsen für seine Verbindlichkeiten aufbringen. Andere Euro-Staaten bemühen sich auch gerade ihre Schulden abzubauen und haben kein Geld übrig bzw. wollen nicht noch mehr Geld für Griechenland verbrennen. Blieben also nur die privaten Investoren. Doch die suchen entweder sichere oder extreme Verzinsung ihres Kapitals. Beides kann Griechenland zur Zeit nicht bieten. Was also kann man tun?
Zunächst sollte der Blickwinkel verändert werden. Die Frage darf mehr nicht heißen, wie befriedigen wir die Finanzmärkte, sondern wie helfen wir den Griechen.
Mein Vorschlag wäre daher:
- Stundung aller Verbindlichkeiten und Einstellung des Zinsdienstes auf unbestimmte Zeit oder für mindestens 50 Jahre.
- internationales Wiederaufbauprogramm, z.B. Förderung der Erzeugung erneuerbarer Energie. Griechenland wäre ein guter Standort für Solarkraft- und Windkraftwerke.
- Griechenland setzt den Sparkurs fort, aber nur soweit, dass er nicht in die Rezession führt. Die Bürger müssen von ihren Einkommen nicht nur leben können, sondern sie müssen auch in der Lage sein für eine stabile Inlandsnachfrage zu sorgen.
- Griechenland verkleinert seinen Staatsapparat. Keine Neueinstellungen bis eine vertretbare Größe erreicht ist.
- Griechenland bekämpft die Vetternwirtschaft und Korruption sehr viel entschlossener als bisher.
- Griechenland setzt eine Steuerreform um, die die kleinen und mittleren Einkommen ent- und die großen privaten Einkommen belastet. Neu ansiedelnden Unternehmen kann steuerlich entgegengekommen werden, wenn sie sich langfristig in Griechenland engagieren.
- Griechenland etabliert einen freien Markt. Alter Protektionismus, z.B. begrenzte Lizenzen für Fuhrunternehmer, muss abgeschafft werden.
- Griechenland darf auf unbestimmte Zeit keine Kredite mehr aufnehmen.
- die EU leistet die Anschubfinanzierung.
- Griechenland behält den Euro.
Selbst wenn man meinen Vorschlag komplett umsetzte, wäre Griechenland nicht von heute auf morgen gesundet, aber nach 10 – 20 Jahren wäre Griechenland in der Lage sich wieder selbst zu finanzieren. Da der Energiebedarf weltweit steigen wird, könnte Griechenland mit Solar- und Windkraftwerken dauerhafte und über Jahrzehnte steigende Einnahmen erzielen und könnte langfristig auch die gestundeten Verbindlichkeiten abtragen.
Leidtragende meines Planes sind die Investoren, die Griechenland mit Geld versorgt haben. Da dies aber in der Hauptsache große Banken sind, die zum überwiegenden Teil wider besseres Wissen Kredite an Griechenland vergaben, weil sie der Auffassung waren, dass die EU notfalls schon einspringen werde, hält sich mein Mitleid in Grenzen. Natürlich wird es für manche Bank und auch für manchen privaten Investor schwere Verluste geben, aber das ist nun mal das Risiko jeder Investition. Wir haben es lang genug geduldet, dass Banken die Gewinne kapitalisieren und die Verluste sozialisieren. Jetzt sollten wir endlich anfangen den Griechen zu helfen.
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Google+ hat in zunächst 40 Ländern seinen Dienst "Hangout on Air" gestartet. Google+ Nutzer können damit Livestreams senden und anschließend auf YouTube anlegen. In Deutschland allerdings wird es diesen Dienst wegen unseres verschnarchten Gesetzgebers vorerst nicht geben. Nicht dass ich einen solchen Dienst bräuchte oder auch nur vermisste, aber es ist doch wieder mal typisch deutsch, dass wir in der Anwendung der Technik wegen der Gesetzeslage bzw. engstirniger Politiker hinterherhinken.
Wer einen Livestream senden will, den mehr als 500 Zuschauer gleichzeitig sehen können, muss eine staatliche Sendelizenz beantragen, weil der Gesetzgeber das Internet für eine Rundfunkeinrichtung hält. Wer ohne Lizenz sendet kann mit Bußgeld bis zu 500.000€ bestraft werden. Jetzt muss die nicht unumstrittene Frage geklärt werden, ob man schon einen lizenzpflichtigen Sender betreibt, wenn man ab und zu einen Livestream sendet und ob Google™ mit der Bereitstellung des Dienstes zu einer Rundfunkanstalt wird. Aber vielleicht gelingt es ja auch die passenden Politiker zu schmieren. Fakt ist jedenfalls, dass Deutschland erstmal nicht dabei ist, wenn global das große "Livestreamchatting" ausbricht.
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Ungemütlich kalt ist es wieder geworden.
Graue Wolken wabern zäh durch den Himmel.
Ab und zu regnet es leicht.
Selbst das frische grün der Bäume wirkt heute mutlos.
Ein Tag zum im-Bett-liegen-bleiben.
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"Vater werden ist nicht schwer; Vater sein dagegen sehr." Dieses schöne Sprichwort hat sich hier gerade wieder bewahrheitet. Dass die Kinder ihre Hausaufgabe nur noch mit der Unterstützung der Eltern anfertigen können, regt mich ja kaum noch auf. Aber wenn der Sohn dann auch noch so ein unerträglicher Klugscheißer ist, der immer alles besser wissen will, obwohl er die Aufgabe nicht hinkriegt, fällt es mir doch schwer ruhig zu bleiben. Er soll sehen wie er klar kommt. Heute geht es übrigens darum einen Artikel für ein Tierlexikon über Wildkaninchen zu verfassen.
Jetzt bekommt er gerade einen cholerischen Anfall, weil sein Computer offenbar abgestürzt ist und sein Text noch nicht gesichert war. Wenn er sich ausgetobt hat, wird er wieder ankommen und fragen ob ich ihm nicht doch helfen könne. Einige Minuten wird er dann friedlich und einsichtig sein und dann wird alles von vorn beginnen. Vater werden ist nicht schwer …
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Die Ethik soll, vereinfacht ausgedrückt, uns Menschen helfen die richtigen Entscheidungen für unser Handeln zu treffen. Das Problem dabei ist, dass richtige Entscheidung von Kultur zu Kultur recht unterschiedlich sein kann. Die meisten Europäer beispielsweise finden es barbarisch, Dieben die rechte Hand abzuhacken oder Ehebrecherinnen zu steinigen. Fundamentalistische Anhänger des Alten Testaments hingegen sehen die Strafen als gottgegeben und somit als gerecht an.
Tatsächlich gibt es nur eine ethisch normative Empfehlung, die weltweit uneingeschränkt akzeptiert wird.
In Deutschland manifestiert sie sich in dem Spruch "Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu." Wenn man etwas Zeit damit verbringt über diesen Spruch nachzudenken, wird es einem auffallen, dass sich hinter dieser ethisch normativen Empfehlung viel mehr verbirgt als man zunächst denkt.
Wir wollen nicht ermordet werden, also sollten wir niemanden ermorden.
Wir wollen nicht bestohlen werden, also sollten wir niemanden bestehlen.
Wir wollen nicht betrogen werden, also sollten wir niemanden betrügen.
Aber es sind nicht nur diese elementaren Verhaltensweisen. Viel mehr geht es um die "Kleinigkeiten" im Alltag. Niemand will diskriminiert werden, ganz gleich ob wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft oder seiner Religion. Niemand will, dass schlecht über ihn geredet wird. Niemand will das Opfer von Intoleranz werden. Und niemand will im Straßenverkehr zu Schaden kommen, weil jemand die Verkehrsregeln missachtet hat.
Die Kette ließe sich endlos fortführen, aber ich denke, es ist klar, worauf ich hinaus will. Wenn wir alle diese eine ethisch normative Empfehlung konsequent befolgten, wäre die Welt schon um einiges besser. Den kategorischen Imperativ können wir den Philosophen zur Diskussion überlassen, denn so weit, dass wir den Ansprüchen Immanuel Kants genügen könnten, werden wir es wohl nie bringen.
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